Tim Ohnemüller (2. von links) ist Mitbegründer der Wirtschaftsjunioren und wurde vom Landesvorsitzenden Andreas Nonnenmacher geehrt. Foto: Daum

Die Wirtschaftsjunioren Neuwied ...

... feierten den 5. Geburtstag

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Kritik an der Politik soll nicht nachlassen
Jubiläum:
Seit fünf Jahren gibt's die Wirtschaftsjunioren

Engers. Die klassische Musik war gerade verklungen, da betrat Nicole Berghaus freudestrahlend das Podium. Die Sprecherin der Wirtschaftsjunioren Neuwied hatte allen Grund, gut gelaunt zu sein. Seit genau fünf Jahren gibt es den Zusammenschluss von jungen Unternehmern in der Stadt. Dieses kleine Jubiläum wurde am Mittwochabend im Schloss Engers gefeiert. Und für Nicole Berghaus war es eine Ehre, im prunkvollen Dianasaal viele Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen zu können.

„Die Arbeit der Wirtschaftsjunioren hat zwei Standbeine. Einerseits geht es um gegenseitige Unterstützung und den Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus leisten wir Beiträge zu den gesamtgesellschaftlichen Themen hier vor Ort“, erinnerte die Sprecherin an das Wirken der Jungunternehmer in den zurückliegenden Jahren. Der Azubicheck und das aktuelle Schülerplanspiel, das die Wirtschaftsjunioren initiiert hätten, seien gute Beispiele für das Thema „Übergang von Schule in den Beruf“.

Manfred Sattler, Präsident der IHK Koblenz, bedankte sich bei den Wirtschaftsjunioren für deren Einsatz in den vergangenen fünf Jahren. „Wir brauchen junge Unternehmer und Führungskräfte, die über den eigenen Tellerrand schauen, sich aber gleichzeitig in der Region vernetzen“, sagte er. Der erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach fand, dass die jungen Unternehmer froh sein können, einen funktionierenden Zusammenschluss wie die Wirtschaftsjunioren in der Gegend vorzufinden. „Hier haben sie die Möglichkeit, anzudocken und sich Ratschläge einzuholen.“

Der Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren in Rheinland-Pfalz, Andreas Nonnenmacher, bestärkte die Mitglieder darin, weiterhin kritisch gegenüber politischen Entscheidungen zu sein. „Die Suppe, die die Politik heute kocht, dürfen die Jungunternehmer später auslöffeln“, sagte er.

Philipp Daum
Rhein-Zeitung, Ausgabe Neuwied, 04.11.2011

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